|
Startseite Welpen.de |
Gesamte Artikel |
ZECKEN BEI HUNDEN UND KATZENEntwicklungszyklus der einheimischen Zecken
Sie ernähren sich durch Blutsaugen an Säugetieren, Vögeln
und sogar Reptilien. Für die Häutung zum nachfolgenden Entwicklungsstadium
ist eine Blutmahlzeit mit unterschiedlicher Dauer am Wirtstier unbedingt
erforderlich. Die Länge des Entwicklungszyklus ist abhängig
von Klimafaktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ixodes ricinus - Der Holzbock Holzbock - Männchen (2-3mm lang) Die Kopulation erfolgt meist auf dem Wirt. Das adulte Männchen, welches kein Blut saugt, stirbt nach der Begattung ab. Die Weibchen saugen etwa das l00-fache oder mehr ihres eigenen Körpergewichtes an Blut, bis sie eine Länge von etwa 1 cm erreicht haben. Danach lösen sie sich von der Haut und lassen sich zu Boden fallen, wo sie nach einer mehrwöchigen Ruhepause mit der Eiablage beginnen. Ein einzelnes Weibchen kann innerhalb von 30 Tagen bis zu 3000 Eier legen. Nach der Eiablage geht das Zeckenweibchen ebenfalls zugrunde. Bei günstigen Temperaturen und entsprechender Luftfeuchtigkeit schlüpfen die sechsbeinigen, 0,5 mm langen Zeckenlarven im Schnitt nach etwa 30 Tagen. Sie bleiben noch ungefähr 2 - 3 Wochen am Ort der Eiablage, bis die Chitinkutikula erhärtet und pigmentiert ist. Danach beginnen die Larven ihre parasitäre Phase. Sie kriechen auf umgebende Gräser und Kräuter und befallen vor allem vorbeikommende Kleinsäuger, wie beispielsweise Mäuse in großen Massen. Hier saugen sie für 3 - 8 Tage Blut und fallen danach ab, um sich am Boden innerhalb von 2 - 3 Monaten zur achtbeinigen 1,0 mm langen Nymphe zu entwickeln. Nymphen erklettern die umgebenden Gewächse bis zu 50 cm Höhe und können nun auch schon größere Säugetiere wie Reh- und Rotwild, Igel. aber auch Vögel befallen. Nach einer Woche Blutsaugen verlassen die Nymphen ihren zweiten Wirt und vollenden innerhalb von 3 bis 5 Monaten ihren Entwicklungszyklus zur Adultzecke, welche wiederum größere Wild-und Haussäugetiere sowie den Menschen befällt. Abhängig von Klimafaktoren und Vorhandensein geeigneter Wirte dauert
der vollständige Entwicklungszyklus des Holzbocks etwa 2 - 3 Jahre.
Die Braune Hundezecke ist aber mittlerweile europaweit verschleppt worden und hat sich in Wohnhäusern, Stallungen und anderen Gebäuden etabliert, in welchen Hunde gehalten werden, die von Reisen in den mediterranen Bereich oder Übersee Rhipicephaluszecken mitgebracht haben. Da die Temperatur in diesen Gebäuden meist konstant oberhalb der kritischen Temperaturgrenze (20 Grad C) für die Entwicklung dieser Zecke liegt, findet sie hier gute Lebensbedingungen vor. Da Rhipicephalus eine hohe Vermehrungsrate aufweist, kommt es nach kurzer Zeit zum massenhaften Auftreten der Parasiten und zum Massenbefall potentieller Wirte, die sich in diesen Räumen aufhalten. Haben sich die Parasiten erst einmal in unseren Häusern etabliert, sind sie nur mit erheblichem Aufwand vollständig zu vernichten. Hauptwirt der Braunen Hundezecke sind Hunde, andere Tierarten werden seltener befallen. Da es der Zecke in unseren Häusern meist an einem breiten Angebot an geeigneten Wirten fehlt, geben sich die verschiedenen Entwicklungsstadien von Rhipicephalus, statt einen Wechsel durchzuführen, auch immer wieder mit dem gleichen Wirt (Hund) zufrieden, was den o.a. Massenbefall bei unseren Haustieren erklären kann. In Wohnungen mit einer starken Verseuchung durch die Braune Hundezecke werden auch Menschen häufiger attackiert, insbesondere, wenn Hunde als Wirt nicht mehr zur Verfügung stehen. Die adulten Zeckenweibchen verlassen nach ein- bis zweiwöchiger Blutmahlzeit den Wirt. um an geschützter Stelle sofort mit der Ablage ihrer 2000-5000 Eier zu beginnen. Die Entwicklung der Eier, Larven und Nymphen ist abhängig von der Temperatur und der Luftfeuchte, wobei der Optimalbereich bei 25 - 30 Grad C liegt. Die Gesamtentwicklungszeit beträgt durchschnittlich 6 Monate. Schadwirkung durch Zecken Lokale Irritationen Durch Zecken übertragene Krankheiten : Borreliose Der Erreger dieser Erkrankung ist Borrelia burgdorferi, welches von verschiedenen Stadien von Ixodes ricinus übertragen werden kann.
Behandelt wird die Borreliose in rechtzeitig erkannten Fällen
mit Antibiotika.
Die Bekämpfung von Zecken erfolgt am Wirt. Ziel ist es, die Zecken schon vor oder direkt nach Beginn des Blutsaugens zu entfernen. Dies klappt am besten mit einer Zeckenzange, einem Zeckenhaken oder notfalls mit einer Pinzette. Von Bedeutung ist eine vorbeugende Behandlung der Tiere. Dazu stehen dem Tierarzt moderne Medikamente (Sprays und Auftropfpräparate) zur Verfügung,die meist gleichzeitig eine Wirkung gegen Flöhe besitzen. Wichtig ist ebenfalls, daß Hunde mit Krankheitserscheinungen, die vorher von Zecken befallen waren, vom Tierarzt auf Borreliose untersucht werden. Hierzu kann ein Bluttest verwendet werden. Seit 1999 können Hunde auch gegen die Borreliose schutzgeimpft
werden . Lesen Sie bitte auch: Parasiten bei Haustieren - Ohrmilben bei Hund und Katze
Kontakt zu Dr. Klumpp
C) , alle Rechte vorbehalten |
Weitere Rubriken: | Hundezüchter | Hundenamen | Hunderassen | Wurfmeldungen |