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Scheinträchtigkeit
4 - 8 Wochen nach der Läufigkeit kann es bei der Hündin zu einer Scheiträchtigkeit kommen. Obwohl sie nicht gedeckt wurde zeigt sie Verhaltensmuster und körperliche Veränderungen einer trächtigen Hündin: Die Milchdrüsen schwellen an und es wird Milch produziert. Die Hündin
zeigt eine verstärkte Anhänglichkeit Biologische Ursachen der Scheinträchtigkeit Wölfe leben im Rudel mit einer strengen Rangordnung. Nur die Leitwölfin (alpha-Tier) wird gedeckt und bekommt Junge. Aus Gründen der Arterhaltung ist es sinnvoll, dass die Welpen vom gesamten Rudel versorgt werden. Daher kümmern sich die anderen Wölfinnen um den Nachwuchs und säugen ihn. Aus diesem Grund müssen sie zur Milchbildung fähig sein, ohne tatsächlich geworfen zu haben. Verursacht wird das Symptom durch den Anstieg des Hormons Prolaktin in der Phase der Nachbrunst, welches auch bei der trächtigen Hündin die Funktion der Gestagene ersetzt. Somit befinden sich Hündinnen mit einer Pseudogravidität zum Zeitpunkt 60 Tage nach ihrer Läufigkeit in der gleichen hormonellen Situation wie ein tatsächlich gravides Tier. In freier Wildbahn garantiert die Tatsache, dass Hunde einen ausgeprägt saisonabhängigen Sexualzyklus besitzen (saisonal monoöstrisch) die Gleichzeitigkeit des Werfens der Welpen und des Angebotes an Ammen für die Jungen.
Maßnahmen:
Wird die Hündin schon nach der ersten Läufigkeit scheinträchtig
oder ist es bereits mehrmals aufgetreten, ist die sinnvollste Abhilfe
die Kastration des Tieres
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