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Startseite Welpen.de | Gesamte Artikel | Wichtige Grundregeln für das spätere Verhalten Ihres HundesTrotz eindeutiger Erklärungen werden leider immer wieder Fehler bei den Besitzern von Welpen gemacht. Es gibt hunderte von Fachbüchern, die dieses Thema aufgreifen. Die vielen unterschiedlichen Meinungen sind meistens für den Laien unverständlich. Die nachfolgenden Regeln sollen Ihnen helfen, weitgehend Fehler auszuschalten und viel Freude an Ihrem neuen Familienmitglied zu haben.
Mit der Trennung von den Wurfgeschwistern stehen Sie und der Welpe vor der Aufgabe der richtigen Eingewöhnung. Die Eingewöhnung an eine unbekannte Umwelt und Umgebung stellt eine psychische Belastung für den Welpen dar. Für ihn ist heute der Tag1 wo er das erste Mal von seiner Mutter, seinen Wurfgeschwistern und den anderen Hunden der Zuchtstätte getrennt wird. Er wird aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen, wodurch bei ihm eine Trennungsangst entsteht. Hinzu kommt meist noch eine weite Anfahrt in einem fremden Auto. Nehmen Sie den Welpen möglichst auf Ihren Schoß, damit er Körperkontakt hat. Das Wichtigste ist nun die neue Bindung an Sie. Ihr Bemühen, das
Vertrauen des Welpen zu Ihnen zu wecken. Dieses Vertrauensverhältnis
ist von überaus großer Bedeutung, denn durch Sie schöpft
der Welpe die Kraft, mit Belastungssituationen fertig zu werden. Sie dürfen
am Anfang mit dem Welpen nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig unternehmen.
Ein Welpe darf nicht überfordert werden, damit er das, was er lernen
soll, verarbeiten kann. Es ist völlig falsch, wenn Sie mit Ihrem
Welpen am Anfang durch die Großstadt, Kirmes oder sonstige streßfördernde
Situationen gehen würden. Dadurch wäre eine Überlastung
des Welpen vorprogrammiert. Es gibt natürlich Welpen, denen solche
Situationen nichts ausmachen. Diese sind aber sehr selten zu finden. Folgende Schritte sollten Sie als Grundregel betrachten und auch beachten:
Das einzig richtige ist, den Welpen langsam an seine neue Umwelt und dessen Andersartigkeit heranzuführen. Hat der Welpe sich an seine neue Heimat, mäßig belebte Straße usw. gewöhnt, steigert man langsam den Radius der Umwelt und der Belastbarkeit. Lassen Sie ihn in den ersten 2 Wochen möglichst nicht lange alleine
zurück, damit keine erneute Trennungsangst in ihm geweckt wird. Sollte er sich einmal ängstlich oder zurückhaltend verhalten, dürfen Sie auf keinen Fall den Welpen mit streicheln beruhigen, sondern nur mit Worten. Streicheln wird nämlich als Lob aufgefaßt und der Welpe verbindet damit, daß er sich richtig verhalten hat. Somit würden Sie ein Fehlverhalten Ihres Welpen unterstützen und fördern. Wenn er sich vor etwas fürchtet, gehen Sie ohne zu streicheln immer
wieder in diese Situation. Sie werden sehen, der Welpe gewöhnt sich
von selbst daran. Zeigt sich der Welpe unbefangen, also gleichgültig, wenn ein Auto vorbeifährt, er sich von Fremden streicheln läßt oder angstfrei mit Artgenossen spielt, sollten Sie ihn ausgiebig loben und mit einem Leckerchen belohnen. O B E R S T E S G E B O T : Besitzen Sie bereits einen zweiten Hund, sollten Sie folgendes beachten:
Das richtige Spiel mit dem Welpen Das Wichtigste, wenn wir uns einen Welpen ins Haus nehmen ist, ein gutes Verhältnis zu ihm zu bekommen. Wir müssen ein Band knüpfen zwischen ihm und uns, ein Band auf der Basis gegenseitigen Vertrauens. Das heißt, der Welpe darf keine Angst vor uns bekommen. Dieses Band ist der Grundstein für ein schönes Zusammenleben, die Basis einer guten Zusammenarbeit. Andererseits hat der Rudelführer eine Autoritätsperson zu sein. Der Welpe soll uns respektieren. Eine Autoritätsperson ist nicht brutal, sondern wird nur dadurch respektiert, daß sie die vom Hund anerkannte Schlauere ist. Der Schlauere sind wir nie durch Brutalität, sondern wenn wir dem Hund immer eine Nasenlänge voraus sind. Wir müssen ihm im täglichen Umgang zeigen, wer von uns der Schlauere ist und ihm beweisen, daß wir in der Lage sind ein Rudel zu führen. Wie anders können wir das schaffen als im Spiel, aber richtiges Spiel. Spielen ist eine ernste Sache für den Welpen. Absolut tabu sind
Kampfspiele mit Körpereinsatz. Wir wollen beim Welpen keine Chance
aufkommen lassen, er könnte uns besiegen. Er wird größer
und wendiger werden und merkt vielleicht irgendwann einmal, daß
er uns wirklich besiegen kann. Er wird dann auch in anderen Situationen
prüfen, ob Sie wirklich der bessere Rudelführer sind. Das führt
zu Dominanzproplemen und wir verlieren an Autorität. Sollte er sich also im Spiel zu aggressiv zeigen, so gehen wir nicht auf sein Spiel ein, sondern brechen ab und interessieren uns nicht mehr für ihn oder lenken ihn ab. Gehen wir aber auf sein aggressives Spiel ein, so werden wir erfahren, daß er immer aggressiver wird. Durch die Förderung des Spieltriebs weckt man die Aufmerksamkeit und die Lernbereitschaft des Welpen. Im Spiel binden wir den Welpen an uns, indem der Reiz immer von uns kommt. Für den kleinen Hund muß es immer das Allerschönste bedeuten, zu uns zu kommen, mit uns etwas zu tun. Wenn wir ihn im Spiel oder beim Spaziergang zu uns rufen, geschieht das immer mit freundlicher Stimme, und wenn er dann kommt ist Aktion angesagt. Wir zücken ein mitgebrachtes Spielzeug oder ein Leckerle und dirigieren den Kleinen mit diesen Mitteln schon jetzt auf die linke Seite, unsere spätere Fußseite. Das Spielzeug sollte so sein, daß wir es während der Hund hineinbeißt noch festhalten können. Wir reden freundlich mit ihm und lassen ihn so eine Weile neben uns herlaufen. Das macht er, weil er das lockende Teil ja erhaschen will. Von Zeit zu Zeit lassen wir es ihm, halten es aber fest während wir mit ihm spielen. Dann sagen wir ,,A u s und nehmen es ihm wieder ab. Er will natürlich nicht. Von oben greifen wir über die Schnauze. Mit Daumen und Zeigefinger unterhalb der Lefze hinter den oberen Fangzähnen wird ein Druck ausgeübt. Der Unterkiefer öffnet sich dann automatisch und Sie können den Gegenstand seitlich herausziehen.
Im gefestigten Rudel gibt es dieses Verhaltensmuster nicht. Im Rudel ist Handarbeit nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt, z.B. wenn der Ranghöhere seine Position behaupten muß. Dann drückt er den Untergeordneten mit Pfoten, Fang und Körperkraft zu Boden. Das löst dann Meideverhalten aus, welches unbedingt vermieden werden muß! Während der Zahnung ist ebenfalls Vorsicht geboten. Zu diesem Zeitpunkt
hat er, wie jedes andere Lebewesen naturgemäß Schmerzen. Durch
das ständige Anfassen der Schnauze während dieser Zeit (etwa
ab 3 - 4 Monate) verbindet der Welpe die Menschenhand mit Zufügung
von Schmerzen. Er weiß nicht, daß nicht die Hand sondern der
Zahnwechsel die Schmerzen verursacht. Geben Sie Rinderhaut, Pansen oder
ähnliches zum Kauen. Auf keinen Fall Hähnchenknochen.
Hund alleine lassen Ihr Welpe ist noch sehr abhängig von Ihnen. Er braucht Ihre Zuneigung, Ihr Lob und Ihre Gesellschaft. Während des vierten Monats wird er unter Umständen noch anhänglicher und beobachtet jeden Ihrer Schritte. Er folgt Ihnen bei jeder Gelegenheit dicht auf den Fersen. Wenn Sie kein anderes Haustier haben, kommt seine Abhängigkeit noch stärker zum Ausdruck und er hat möglicherweise große Schwierigkeiten Sie aus seinem Gesichtskreis verschwinden zu lassen.
Man soll zwar den Welpen mitnehmen, wann immer es möglich ist um ihn an alle Arten von Situationen zu gewöhnen, aber Sie werden einmal damit beginnen müssen, ihn für kurze Zeit alleine im Haus zurückzulassen. Sie sollten dies auch tun, wenn Sie nichts Bestimmtes vorhaben. Gehen Sie einmal zur nächsten Straßenkreuzung oder fahren Sie zum Postamt oder tun Sie sonst irgend etwas, aber tun Sie es regelmäßig. Führen Sie auch jedesmal dieselben Routinehandlungen durch, auch wenn Sie nur für zehn Minuten das Haus verlassen. Schließen Sie die Fenster oder Türen, schalten Sie das Licht aus, gehen Sie zur Garderobe, nehmen Sie sich einen Mantel oder Jacke, stecken Sie die Autoschlüssel ein, und nehmen Sie Ihre Handtasche, Ihre Mappe oder sonst etwas - eben das, was Sie normalerweise mitnehmen würden, wenn Sie mehrere Stunden fortgingen. Ihr Welpe wird schnell lernen, die Anzeichen dafür zu erkennen daß Sie das Haus verlassen wollen, auch wenn Sie sich je nach Jahres- oder Tageszeit etwas anders darauf vorbereiten.
Es könnte sonst sein, daß er vor lauter Aufregung uriniert.
Begrüßen Sie ihn immer fröhlich, und lassen ihn sofort
hinaus, bevor Sie sich mit irgendwelchen Problemen abgeben, die zwischenzeitlich
entstanden sind. Ihr Heimkommen sollte immer ein freudiges Ereignis für
den Welpen sein. Damit es das auch für Sie ist, räumen Sie besser
alles außer Reichweite was er zerstören könnte, bevor
Sie weggehen. Manche Welpen neigen zur Zerstörungswut, die aus der
Angst vor dem Alleinsein oder aus Langeweile erfolgt. Beim Zerbeißen
und Zerstören bekommt er seine Angst in den Griff, und langweilig
ist es ihm dann auch nicht mehr. Stubenreinheit Schon ein guter Züchter hält die Welpen zur Reinhaltung des Lagers an. Täglich mehrmals werden die Zeitungen gewechselt, die als saugfähige Unterlage dienen und von den Welpen als Hundetoilette benutzt werden. Zusätzlich haben die Welpen ausreichenden Auslauf, um mit fortschreitendem Alter ihr Geschäft auch außerhalb erledigen zu können. Todsünde des Hundehalters Die richtige Vorgehensweise Er folgert schließlich logisch aus unseren Handlungen und wird
dann immer diese Ecken aufsuchen wollen! Die beste Methode, ein Malheur zu verhindern, ist die Beobachtung des
Welpen. Fängt er z.B. im Spiel plötzlich an zu kreisen und schnüffelt
aufgeregt mit der Nase über dem Boden, so ist höchste Eile geboten,
ihn zu seinem Örtchen zu führen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Welpen morgens so früh und abends so spät wie möglich für sein Geschäft nach draußen zu bringen. Machen Sie ihn abends müde, damit er schnell lernt durchzuschlafen. Ihr Welpe ist ein Rudeltier. Im Rudel ist er nie allein. Deshalb sollten Sie ihn nachts nicht irgendwohin aussperren. Alleinsein muß erst noch gelernt werden, am Besten erst wenn die Stubenreinheit zum größten Teil abgeschlossen ist. Lassen Sie ihn irgendwo in Ihrer Nähe, vielleicht in einem Laufställchen, einer Hundebox, oder in einem Korb/Karton, den Sie mit einem Handtuch abdecken, also irgendwo wo man ihn auch nachts hören kann und er gleichzeitig das Gefühl hat, er ist nicht allein. Dann wird er sich geborgen wissen und schneller die ganze Nacht durchschlafen. Außerdem können Sie ihn, wenn Sie ihn krabbeln hören, schnell nehmen und nach draußen führen, damit er da sein Geschäft verrichten kann. Zeitaufwand, bis der Hund stubenrein ist Dies alles führt zu einer konsequenten Haltung unseres Hundekindes. Wir hoffen, daß es Ihnen hiermit gelingt, langsam und zielstrebig den Welpen an alles zu gewöhnen. Für auftretende Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich weiterhin gerne zur Verfügung und wünschen Ihnen mit Ihrem neuen Familienmitglied viel Freude. Ihre Züchterfamilie Quelle: (C) Wolfgang Seifried , alle Rechte vorbehalten |