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Great Japanese Dog - Bilder und Rassebeschreibung

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Great Japanese Dog

Grosser Japanischer Hund (VORMALS AMERIKANISCHER AKITA)

Great Japanese Dog (formerly American Akita)
FCI - Standard Nr. 344

Übersetzung: Dr. J.-M. Paschoud und Frau R. Binder. Überarbeitet durch Herr H. Wiblishauser

Ursprung: Japan

Entwicklung: USA

Datum der Publikation des gültigen Originalstandardes: 25.10.2000

Verwendung: Begleithund

Klassifikation FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer
Sennenhunde und verwandte Rassen

Sektion 4 Verwandte Rassen. Ohne Arbeitsprüfung.

Kurzer geschichtlicher Abriss:

Der Beginn der Geschichte der großen Japanischen Hunde (vormals amerikanischer Akita) deckt sich mit der Geschichte des japanischen Akitas. Seit 1603 wurden in der Akita Region
"Akita Matagis" (mittelgroße Hunde zur Bärenjagd) zu Hundekämpfen verwendet. Von 1868 an wurden Akita Matagis mit dem Tosa und mit Mastiffs gekreuzt. Infolgedessen nahm die Rasse an Grösse zu, aber charakteristische Züge, die zum Spitztypen gehören, gingen verloren.

Im Jahre 1908 wurde die Hundekämpfe verboten. Aber die Rasse überlebte dennoch, gedieh und entwickelte sich zu einer grossgewachsenen japanischen Rasse. Neun vorzügliche Exemplare dieser Rasse wurden dann im Jahre 1931 zu "Denkmälern der Natur" erklärt.

Während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) war es üblich, Hundsfelle zur Herstellung von Militärkleidern zu verwenden. Die Polizei ordnete die Festnahme und Beschlagnahme aller Hunde ausser den deutschen Schäferhunden, welche für militärische Zwecke vorbehalten waren. Verschiedene Liebhaber versuchten jedoch, das Gesetz zu umgehen, indem sie ihr Hunde mit deutschen Schäferhunden kreuzten.

Als der zweite Weltkrieg zu Ende war, hatten die Akitas drastisch an Zahl abgenommen, und es existierten drei verschiedene Typen unter ihnen:

1) Matagi Akitas,

2) Akitas für Hundekämpfe und

3) Schäferhund-Akitas.

Dies war eine stark verworrene Situation für die Rasse. Während des Wiederaufbaus der reinen Rasse nach dem Krieg, hatte Kongo-go, ein Hund aus der Blutlinie Dewa, vorübergehend einen ungeheuren Popularitätserfolg. Zahlreiche Akitas aus aus der Dewa-Blutlinie, welche in ihrem Erscheinungsbild die Eigenheiten von Mastiffs und deutschen Schäferhunden erkennen liessen, wurden durch Militärpersonen in die Vereinigten Staaten mit nach Hause genommen.

Die Akitas der Dewa-Blutlinie, intelligent und an verschiedene Lebensbedingungen anpassungsfähig, faszinierte die Züchter in den USA, und die Zahl der Hunde und der Züchter nahm parallel zu ihrer Beliebtheit zu.

Der Amerikanische Club für Akitas wurde 1956 gegründet und der Amerikanische Kennel Club (AKC) anerkannte die Rasse im Oktober 1972 (Eintragung in das Zuchtbuch und Zulassung zu den Ausstellungen). Leider hatten damals der Japanische Kennel Club (JKC) und der AKC keine Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung ihrer Abstammungsurkunden, so dass die Einführung neuer japanischer Blutlinien in die USA nicht möglich war. Deshalb entwickelten sich die Akitas in den Vereinigten Staaten wesentlich anders als im Ursprungsland Japan. So entstand in den USA ein eigener Schlag mit seit 1955 unveränderten charakteristischen, typischen Merkmalen. Diese Entwicklung unterscheidet sich scharf von den Verhältnissen in Japan, wo die Akitas mit Matagi-Akitas gekreuzt wurden, um die ursprüngliche reine Rasse wieder aufzubauen.

Allgemeines Erscheinungsbild:

Grosser, kräftiger, harmonisch gebauter Hund, mit viel Substanz und von schwerem Knochenbau. Der breite Kopf in Form eines stumpfen Dreiecks, der tiefe Fang, die eher kleinen Augen und die Stehohren, welche die Oberlinie des Halses fast verlängernd nach vorn geneigt getragen werden, sind charakteristisch für die Rasse.

Wichtige Proportionen:

- Die Widerristhöhe verhält sich zur Länge des Körpers wie 9 zu 10 bei den Rüden und wie 9 zu 11 bei den Hündinnen.
- Die Tiefe der Brust entspricht der Hälfte der Widerristhöhe.
- Der Abstand von Nasenschwamm zu Stop verhält sich zum Abstand vom Stop zum Hinterhauptstachel wie 2 zu 3.

Verhalten / Charakter (Wesen):
Freundlich, aufmerksam, aufnahmefähig, folgsam und ruhig.

Kopf: Massiv, aber in Harmonie mit dem ganzen Körper; in ruhiger Situation ohne Falten. Von oben gesehen hat der Kopf die Form eines stumpfen Dreiecks.

Oberkopf:
Schädel: Flach und breit zwischen den Ohren. Eine leichte Furche läuft gut nach oben über die Stirne.
Stop: Gut ausgeprägt, aber nicht zu schroff.

Gesichtsschädel:
Nasenspiegel: Breit und schwarz. Geringfügiger und verwaschener Pigmentverlust an der Nase ist nur bei weissen Hunden akzeptabel, aber schwarz wird immer bevorzugt.

Fang:
Breit, tief und voll

Lefzen:
Schwarz, nicht hängend, Zunge rosafarben.

Kiefer/Zähne:
Kiefer nicht gerundet, aber stumpf, stark und kraftvoll; Zähne kräftig und regelmäßig; Gebiss vollständig; vorzugsweise Scherengebiss, aber Zangengebiss zulässig.

Augen:
Dunkelbraun, relativ klein, nicht vorspringend und von nahezu dreieckiger Form. Lidränder schwarz und dicht am Augapfel anliegend.

Ohren:
Sie sind straff aufgerichtet und klein im Verhältnis übrigen Kopf. Wird das Ohr zur Kontrolle der Länge nach vorne gefaltet, soll die Spitze den Rand des Oberlids berühren. Die Ohren sind dreieckig mit leicht abgerundeter Spitze, breit im Ansatz, nicht zu tief angesetzt. Von der Seite gesehen, werden die Ohren in Verlängerung der Oberlinie des Halses leicht nach vorne über die Augen geneigt getragen.

Hals:
Dick und muskulös, mit minimaler Wamme; verhältnismässig kurz, sich gegen die Schultern zu allmählich verbreiternd. Der ausgeprägte gewölbte Nacken geht harmonisch in die Schädelbasis über.

Körper:
Länger als hoch. Haut nicht zu dünn, weder zu straff noch zu lose.

Rücken:
Horizontal

Lenden:
Stark bemuskelt.

Brust:
Breit und tief. Rippen gut gewölbt, in der Brusbeingegend gut ausgebildet. Untere Profillinie und Bauch: Mässig aufgezogen.

Rute:
Kräftig und üppig behaart, hoch angesetzt, über dem Rücken oder an die Flanke gelehnt getragen, zu drei Vierteln, ganz oder doppelt gerollt, die Spitze immer bis zum Rücken oder tiefer reichend. Wenn sie zu drei Vierteln eingerollt ist, fällt die Rutenspitze deutlich über die Flanke. Am Ansatz ist die Rute gross und kräftig. Wenn sie hängt oder gestreckt wird, reicht der letzte Rutenwirbel bis zum Sprunggelenk. Das Haar ist grob, gerade und dicht, aber ohne eine Fahne zu bilden.

Gliedmassen
Vorderhand: Die Vorderläufe haben eine schwere Knochenstruktur und sind von vorn gesehen gerade.

Schultern: Mächtig und kräftig, mässig stark nach hinten gelagert.

Vordermittelfuß: In einem Winkel von ungefähr 15° zur Vertikalen nach vorn geneigt.

Hinterhand: Kräftig bemuskelt; Breite und Knochenstruktur entsprechen der Vorderhand. Üblicherweise werden die Afterkrallen an den Hinterläufen entfernt.

Oberschenkel: Kräftig, gut gewinkelt.

Knie: Mässig gewinkelt, von hinten gesehen parallel.

Sprunggelenk: Recht tief angesetzt, weder nach innen noch nach aussen gedreht.

Pfoten: Gerade ausgerichtete Katzenpfoten, gut aufgeknöchelt, mit dicken Fussballen.

Gangwerk: Kraftvoll, raumgreifend, mit mässigem Vortritt, und Schub. Hinterläufe bewegen sich auf der Linie der Vorderläufe, wobei der Rücken stark, fest und trotzdem horizontal bleibt.

Haarkleid:
Haar: Stockhaar. Die Unterwolle dick, weich, dicht und kürzer als das Deckhaar. Das Deckhaar ist gerade, harsch/steif und etwas vom Körper abstehend. Am Kopf, untern an den Läufen und an den Ohren ist das Haar kurz. Die Länge des Haares am Wiederrist und an der Kruppe beträgt ungefähr 5cm und ist damit etwas länger als am übrigen Körper, ausser an der Rute, wo das Haar am längsten und üppigsten ist.

Farbe:
Alle Farben, wie rot, falbfarben, weiss usw. sind zulässig, inklusive gestromt und gescheckt. Die Farben sind glänzend und klar, die Abzeichen sind harmonisch verteilt, mit oder ohne Maske. Die gescheckten Hunde weisen auf weissem Grund grosse, regelmässig angeordnete Flecken auf, die den Kopf und mehr als ein Drittel des Körpers bedecken. Die Unterwolle kann andersfarbig sein als das Deckhaar.

Grösse:
Widerristhöhe: Für Rüden: 66 bis 71 cm (26 bis 28 ins)
für Hündinnen: 61 bis 66 cm (24 bis 26 ins).

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Hündinnenhafte Rüden / rüdenhafte Hündinnen

Schmaler oder spitz zulaufender Kopf

Jeder fehlende Zahn (ausser 2 Zähne unter den PM1 und/oder M3).

Blau oder schwarz gefleckte Zunge.

Helle Augen

Kurze Rute

Nach innen oder aussen gedrehte Ellenbogen.

Jeder Hinweis auf einen Kragen oder Befederung.

Ängstlichkeit oder Boshaftigkeit.

Schwere Fehler:

Fehlen von Substanz.

Leichter Knochenbau

Ausschliessende Fehler:

Nasenschwamm völlig ohne Pigmentierung. Nasenschwamm mit unpigmetnierten Flecken
(Schmetterlingsnase)

Kippohr, Hängeohr, Faltohr.

Vor- oder Rückbiss.

Sichelrute, nicht gerollte Rute.

Untergrösse für Rüden unter 63,5 cm (25ins), für Hündinnen unter 58,5 cm (23ins).

N.B. :
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.


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